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Rabeneltern: RABENELTERN-FORUM
lasst ihr gegen alles impfen?
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Autor Thread
Elke
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 14:35

@ Vinia

Hallo,

so kanns gehen im Leben, ich bin völlig konsterniert gewesen, als ich das erste Mal davon hörte, daß die Grundimpfungen tatsächlich von einigen Eltern in Frage gestellt werden. Meine persönliche Meinung dazu erspare ich Euch jetzt mal.

Aber eigentlich wollte ich Dir meine Entscheidung zur WiPo-Impfung darlegen:

Vor ca. 1,5 Jahren hat eine Kollegin einer anderen erzählt, daß ihre Tochter sooo sehr unter den Windpocken gelitten hätte, sie hatte Pocken überall, in den Ohren, Nase, Scheide, überall und hätte sooo sehr geweint.

Und dieses "so sehr geweint" ging mir so lange nicht aus dem Kopf, bis ich davon erfuhr, daß es eine sehr gut verträgliche und wirksame Impfung dagegen gibt.
Ich habe nämlich kein Interesse an einem unnötig kranken Kind, welches "so sehr weint", obwohl ich es ihm hätte ersparen können.
Bei dem Piks hat Mathilda übrigens nicht geweint.

Meine Entscheidung für die impfung gefördert bzw. bestätigt haben noch zwei weitere Fälle in meinem unmittelbaren Kollegen-Kreis, wo die Krankheit sehr schwer verlief (mein Kollege selbst wäre beinahe daran bzw. an den Komplikationen gestorben - 3 Wochen Krankenhaus, 6 Wochen krank!).

Liebe Grüße
Elke

[Editiert durch Elke am Montag, September 27, 2004 @ 14:35]

Kris
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 14:56

Zur Rötelimpfung: Es gibt auch Frauen, die trotz mehrfachen Impfungen keinen ausreichenden Schutz dagegen entwickeln. Deswegen ist es für diese Frauen schon sehr wichtig, dass sie nicht mit Röteln angesteckt werden können in der Schwangerschaft...
Zur Ursprungsfrage: Wir haben nach dem Empfehlungen der STiko impfen lassen und zusätzlich gegen Pneumokokken, das hat unser Kinderarzt empfohlen bei unserem Sohn, der häufig Bronchitis und Mittelohrentzündung hatte. Tatsächlich traten diese Erkrankungen nach dieser Impfung nicht mehr auf, ob jetzt durch diese IMpfung das Immunsystem nochmal so richig angeschubst wurde oder es Zufall war? Wir wissen es nicht.
Mit der Windpockenimpfung überlegen wir auch noch. War ja hier schon mal Thema vor kurzem.

LG Kristina

Liane
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 16:34

aus "Nicht impfen - was dann?" on Dr.med.Friedrich Graf

Zitat Beginn:

"V. Besonderes Verhalten in besonderen Situationen:

1. Hepatitis B

Diese Viruserkrankung wird in hoher Ansteckbarkeit über Blutkontakt verbreitet und am zuverlässigsten von Blut zu Blut. Gefährdet sind ungeborene Kinder ansteckungsfähiger kranker Mütter. Daher wird nach der 32. Schwanger-schaftswoche in Deutschland routinemäßig getestet (HBsAg, Oberflächenantigen des Hepatitis B- Virus: negativ heißt nicht ansteckend, positiv ist ansteckend!)
Das Kind steckt sich zu 90% an durch den Geburtsweg. Bei Kleinkindern ist der Krankheitsverlauf ungewöhnlich schwer und 1/3 der Kinder verstirbt vor dem 20. Lebensjahr. Daher sollten Neugeborene von einer HBs Ag-positiven Mutter nach der Geburt und spätestens innerhalb der ersten 24 Stunden simultan passiv und aktiv Hepatitis-B geimpft werden. Die aktive Impfung wird im 2. und 7. Monat wiederholt. Glücklicherweise betrifft dieses Vorgehen nur ganz wenige Kinder. Alle anderen Neugeborenen sollten durch einen Vermerk des negativen Testergebnisses im Mutterpaß (unbedingt darauf achten vor der Geburt, sonst wird heute das Kind gleich nach der Geburt geimpft!) hiervon freigestellt werden.

Hepatitis-B-Ansteckungen drohen weiter durch Blutkontakt mit Wunden, Augenschleimhäuten und später beim Geschlechtsverkehr.

Die Risiken für ungeimpfte Kinder im Kindergarten und in der Schule mit den seltenen unerkannten Kranken Ansteckungen zu erfahren, sind vernachlässigbar gering und kein besonderer Grund zu impfen.

Hepatitis B kann durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Bei Aufnahme vor sexuellen Kontakten im Jugendalter sollten sich heutzutage die Sexualpartner zuvor testen lassen auf AIDS, Hepatitis Bund C-Infektionen und zudem Präservative zum Schutz verwenden.

Simultane aktive und passive Immunisierung kann jederzeit als Notmaßnahme bei Verletzungskontakt mit Blut von ansteckungsfähigen Hepatitis-B-Kranken in Frage kommen.

Die Hepatitis B-Impfung ist gerechtfertigt bei Personen, die auf Übertragungen von Blut und Blutersatzprodukten (z.B. Dialysepatienten) angewiesen sind.

Erhöht Risiken bestehen weiter für Drogenabhängige, Prostituierte, Strafgefangene und Chirurgen. Hebammen können sich über die Risiken im Mutterpaß ihrer zu betreuenden Frauen erkundigen. Medizinische Berufsgruppen müssen grundsätzlich Vorsicht im Umgang mit Fremdblut pflegen, da sie häufiger durch Hepatitis C und weitere Hepatitiden gefährdet sind, für die es keine Prophylaxe außer individuelle Vorsicht gibt. Da nützt keine Hepatitis B-Impfung sondern schadet eher. Der individuell verschiedene Krankheitsverlauf einer Hepatitis B von Ausheilung (bei bis zu 95%!) bis Dauerschäden (l % - 5%) zeigt, wie wesentlich die persönlichen Voraussetzungen für die jeweiligen Verläufe sind. Ich vermute und behaupte aus Beobachtungen, daß Hepatitis-B geimpfte Personen durch die Impfung stigmatisiert und für weitere Hepatitis-Varianten anfälliger werden. Ich halte die Hepatitis-B-Impfung für eine risikoreichere Impfung. Das mag daran liegen, daß mit Einführung der Impfung viele Erwachsene betroffen waren und Unverträglichkeitsreaktionen zu beobachten waren.
Ich überblicke Einzelfälle von Frauen, die durch die (oft berufsbedingte) Hepatitis B-Impfung (und auch durch D/T-Impfungen bzw. "Auffrischungen") in Zeiten von Hormonanwendungen (zur Verhütung oder zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden) zum Krebsausbruch kamen. Die eine Hand muß "wissen", was die andere bewirkt, denn ganzheitlich synergistisch wird reagiert!"

Zitat Ende!

[Editiert durch Liane am Montag, September 27, 2004 @ 19:44]

--------------------
Liebe Grüße
Liane (03/71) mit Sohn (05/02)

charlet
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 18:52

Hallo,

ich wundere mich wie oft hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Dass Menschen auf irgendwelchen abgeschotteten Inseln möglicherweise keine dieser Krankheiten gegen die hier geimpft werden bekommen, mag ja sein. Doch leben wir hier in Deutschland, einem Land mit hoher Bevölkerungsdichte, in einem Land mit internationalem Flugverkehr der es ermöglicht, dass hier jahrelang nahezu "ausgestorbene" Krankheiten jederzeit wieder aufflammen können.
Die Vergleiche mit irgendwelchen völlig anders strukturierten Regionen halte ich daher für aussagelos.

--------------------
~ Viele Grüße Charlet ~

*burkhalter
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 20:48

Guten Abend zusammen - hier mal wieder ein nicht registrierter Beitrag zur Diskussion.
Konnte mich leider nicht früher melden, da ich die letzten 12 Stunden als Arzt eine Intensivstation zu betreuen hatte. Soweit zum Thema "wer hat länger als 2 Jahre Medizin studiert" - gell Natalie. Dachte nicht das mein Beitrag hier soviel Resonanz finden würde.
Ich verstehe durchaus, daß die Schulmedizin in vielen Bereichen kritisch gesehen wird - und das ist auch gut so, denn nur so werden viele althergebrachte Anschauungen und Therapien überdacht und vielleicht auch revidiert. Das ist ja gerade der Unterschied zum mystischen Schamanentum.
Das medizinische Wissen verdoppelt sich ca alle 2 Jahre (so habe ich dies jedenfalls noch während meines Studiums in den Achzigern gelernt). Auch ist die Schulmedizin, wie unsere ganze Gesellschaft, von Moden und Trends nicht vollkommen unabhängig. Der Einfluß der Pharmaindustrie und deren wirtschaftlichen Interessen sollte hier nicht unerwähnt bleiben.
Allerdings, gibt es auch viele wissenschaftlich sehr fundierte Erkenntnisse an denen man/frau nicht einfach so vorbei kommt.
Wir leben nun mal nicht in einer idealisierten Welt und sind vielen, durch uns nicht zu beeinflussenden, Dingen ausgesetzt. Sicherlich hat eine verbesserte Ernährungsituation und ein Zuwachs an Hygiene (leider nicht bei jedem meiner Patienten) vieles dazu beigetragen, daß unserere Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen ist. Auch ein Abbau von Stress, trägt sehr dazu bei (sollte mir selbst diesen Punkt mehr beherzigen). Wir leben allerdings in einer globalisierten Welt (Gott sei Dank, denn auch dies öffnet Horizonte, und trägt hoffentlich irgendwann auch dazu bei, Verständinis für andere zu entwickeln) und dagegen kann sich keiner hier zur Wehr setzten (danke Charlet!). Auch mit übertriebener Hygiene tun wir uns nicht unbedingt etwas Gutes an - unser Immunsystem will auch schon etwas trainiert werden. Ganz abgesehen davon, wir können nicht jeden Quadratzentimeter unserer Umgebung sterilisieren - tja und der Tetanuserreger kommt nunmal ubiquitär vor.
So kann ich eigentlich nur dazu raten, Medizin zu hinterfragen, aber dieses nicht zum Selbstzweck werden zu lassen. Es gibt furchtbare Erkrankungen deren Ausbruch man/frau heute verhindern kann- und Impfungen sind nunmal ein probates Mittel gegen viele dieser Erkrankungen. Mit den neuen Impfstoffen ist das Risiko von Impfschäden sehr gering (eine hundertprozentige Sicherheit gibt es leider nie im Leben). Wägt man/frau dies allerdings mit den Folgen der ausgebrochenen Erkrankung selbst einmal ab, kann dies nur ein Ja zur Impfung bedeuten. Impfschäden treten viel seltener auf und verlaufen meistens blander (weniger stark), als die Schäden die zum Beispiel eine Infektion mit Clostridium tetani (Tetanus/Wundstarrkrampf) hervorruft. Eine einfache Kosten-/Nutzenanalyse !
So, ich hoffe hier nicht oberlehrerhaft gewirkt zu haben, aber einige Anschauungen hier können einfach nicht unwidersprochen bleiben. Schön allerings auch das viele hier auch etwas meine Meinung vertreten.
Finde übrigens dieses Forum recht interessant (meine Frau "liebt" es) und wir beide denken, daß auch wir hier einiges dazulernen können.
Tara
Burkhalter
ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 20:48

Okay, kopiere mal noch nen Text rein, bittschön:

"... denn sie wissen nicht, was sie tun...

„Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen der Medizin. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich; bleibende unerwünschte gravierende Arzneimittelwirkungen werden nur in ganz seltenen Fällen beobachtet. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer Krankheit zu schützen.“... (www.RKI.de, Vorbemerkung zu den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), Stand Juli 2001)

* Diese Einschätzung seitens der Ständigen Impfkomission (STIKO), geteilt von zahllosen vergleichbaren Komissionen und Behörden weltweit, hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einem beispiellosen Boom bei Schutzimpfungen, gerade auch im Kindesalter, geführt. Fast jedes Jahr wächst der Empfehlungskanon der STIKO um neue Impfungen, zahlreiche noch nicht allgemein empfohlene stehen ante portas.
* Alles scheint – pointiert ausgedrückt - so einfach:
o man bearbeite den für eine Krankheit nach schulmedizinischer Lesart ja allein verantwortlichen Erreger bzw. dessen Giftstoffe im Labor entsprechend und verpacke ihn in eine Spritze
o man verimpfe ihn nach Möglichkeit gemischt mit anderen entsprechenden Zubereitungen - je mehr zusammen in einer Spritze, desto besser – das lässt sich den Eltern gegenüber besser verkaufen - und je früher, desto besser. Denn erstens tritt dann auch der Schutz früher ein und zweitens hat man gerade Säuglinge durch die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig „im Visier".
o Den Erfolg der Impfung bestimme man ebenfalls am sichersten im Labor, indem man die Antikörper gegen den mit der Impfung gemeinten Erreger im Blut misst.

Betrachtungen zur Epidemiologie

* Rückblickend kann man dann in einigen Fällen sogar auf einen Rückgang der entsprechenden Erkrankungen verweisen, der ungefähr zeitgleich mit der Einführung der entsprechenden Schutzimpfung eingesetzt hat, nur: betrachtet man diese scheinbaren epidemiologischen Fakten in einem größeren Gesamtzusammenhang, ändert sich nicht selten das Bild:
o Die Verminderung der Neuerkrankungsrate (Inzidenz) einer Erkrankung zeitgleich zur Einführung der entsprechenden Impfung beweist keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen beidem. Häufig sind es andere Faktoren, die als Erklärung der entsprechenden statistischen Beobachtungen nahe liegen:
+ So findet sich bei der Diphtherie in Deutschland nach dem Beginn der aktiven Schutzimpfung 1925 ein zunächst mäßiger, dann dramatischer Anstieg der Erkrankungszahlen bis zu einem Maximum um das Jahr 1945 herum – dieser Umstand ist vor dem historischen Hintergrund betrachtet sicher eher der Weltwirtschaftskrise und dem 2. Weltkrieg zuzuordnen, als der Schutzimpfung selbst. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kommt es dann zu einem anfangs steilen, ab ca. 1950 dann gleich bleibenden Abfall der Neuerkrankungen bis zum Erreichen eines relativ stabilen, niedrigen Niveaus ab Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts.
+ Auch das Betrachten der Todesfälle an Diphtherie in Deutschland Anfang des letzten Jahrhunderts zeigt die wesentliche Abnahme von damals über 20.000 auf unter 10.000 pro Jahr im zeitlichen Zusammenhang mit dem Ende des 1. Weltkrieges und damit gut 5 Jahre vor der Einführung der aktiven Immunisierung (beides nach Buchwald 1997)
o Die Behauptung, die jeweiligen Erkrankungen kämen mit sinkender Durchimpfung wieder, ist in vielen Fällen durch nichts bewiesen:
+ Für eine ausreichende „Populationsimmunität“, d. h. den Schutz der Gesamtbevölkerung vor einer Epidemie, werden allgemein Durchimpfungsraten von mehr als 90%, teilweise von mehr als 95% gefordert, d. h. mindestens 90% bzw. 95% der Gesamtbevölkerung müssen gegen die entsprechende Erkrankung geimpft sein.
+ Die aktuellen Durchimpfungsraten für Deutschland sehen wie folgt aus:
+ Bei der Einschulungsuntersuchung liegen lediglich die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Polio im 90%-
+ Bereich, Masern und Mumps liegen nahe bei 80%, HiB und Röteln bei 75% (RKI 1999)
+ Schon bei den 11- bis 13-Jährigen liegt keine Impfung mehr im Bereich von 90%.
+ Polio: teilweise nur 48% der Kinder und Jugendlichen weisen schützende Antikörper auf (Robert Koch-Institut (RKI 1999), es gibt hier wohl deutliche regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands)
+ Diphtherie: nur ungefähr ein Drittel der über 30-Jährigen verfügen über schützende Antikörper (RKI 1998)
+ ABER: Trotz damit eindeutig unzureichender Populationsimmunität kommt es in Deutschland in der aktuellen sozioökonomischen Situation zu keinen Epidemien (z.B. durch Diphtherie oder Polio) trotz entsprechender Dipththerieepidemien in benachbarten Ländern wie Weißrussland oder der Ukraine Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts – also lange nach dem Fall des „eisernen Vorhanges“ (RKI 2002).
o Selbst das Wiederansteigen der Erkrankungszahlen bei Aussetzen der Impfung kann ohne gültige diagnostische Kriterien auch auf eine erhöhte Aufmerksamkeit/Meldedisziplin der Ärzteschaft während dieser Zeit zurückzuführen sein (z.B. Keuchhusten: während entsprechender Ausbrüche kann nach den Richtlinien des Center for Disease Control (CDC, amerikanisches Pendant zum Robert Koch-Institut) jeder länger als 14 Tage andauernde Husten Keuchhusten genannt werden - ohne weitere Diagnostik! CDC 1990).
o Doch nicht nur der historische Rückblick, auch Studien und Untersuchungen aus jüngster Zeit zu aktuellen Impfungen und Impfprogrammen ergaben immer wieder unerwartete Ergebnisse:

Was heißt Wirksamkeit einer Impfung? Betrachtungen am Beispiel der HiB- und Pneumokokken-Impfung

* Die HiB-Impfung gilt bei Diskussionen zu Sinn oder Unsinn von Schutzimpfungen immer wieder als „Musterschüler“ – gelang es doch, binnen weniger Jahre die Anzahl der schweren HiB-Infektionen in Deutschland von 1600 pro Jahr (geschätzt) auf ca. 60 pro Jahr (errechnet) zu reduzieren. Dabei werden allerdings folgende Phänomene gerne unerwähnt gelassen:
o Vor der HiB-Impfära war dieser Erreger unumstrittener Spitzenreiter als Erreger der eitrigen Hirnhautentzündung im Säuglings- und Kleinkindesalter – eine so deutliche Keimreduktion wie erwähnt sollte dann erwartungsgemäß auch die Häufigkeit dieser Erkrankung entsprechend verringern – dies trat jedoch nicht ein:
o Die Gesamtzahl eitriger Hirnhautentzündungen nahm nur gering ab (Gruber 2000, Müschenborn-Koglin 2000).
o In Deutschland steigt in den letzten Jahren kontinuierlich die Zahl und der Anteil der von der Impfung nicht erfassten Haemophilus influenza-Typen bei den gemeldeten schweren HiB-Infektionen an (ESPED 2002).
o Parallel zum Rückgang der schweren HiB-Infektionen kam es zum Beispiel in Skandinavien zu einer Zunahme schwerer Pneumokokken-Infektionen um das Dreifache (Baer 1995, Ekdahl 1998).
o Die Elimination des Erregers scheint weitgehend gelungen – der Schutz vor der Krankheit (s. o. die Vorbemerkung der STIKO!) wohl deutlich weniger.
* Die de facto mittlerweile allgemein empfohlene Pneumokokken-Impfung birgt ähnliche Phänomene:
o Auch hier kommt es unter der Impfung zu einer deutlich messbaren – und in jeder entsprechenden Werbeanzeige betonten - Reduktion der im Impfstoff enthaltenen Pneumokokken-Serotypen (7 von über 90) als Erreger zum Beispiel eitriger Mittelohrentzündungen.
o Die Gesamtzahl der eitrigen Mittelohrentzündungen, bei denen die Pneumokokken traditionell einer der Haupterreger sind, bleibt davon jedoch völlig unbeeindruckt.
o Die durch die Impfung nicht erfassten Serotypen nehmen ebenfalls deutlich messbar im Erregerspektrum zu (Eskola 2001, Lipsitch 1999, Spratt 2000). (Dieser Effekt wird zum Beispiel für die Meningokokken durch die immer großzügiger durchgeführte neue Konjugatimpfung auch befürchtet (Frosch 1999)).

Impfstoffe und Kindersterblichkeit in der „3. Welt“

* Eine Langzeituntersuchung dänischer Wissenschaftler in Guinea-Bisseau untersuchte 15.000 Kinder über den Zeitraum der ersten beiden Lebensjahre und kam bezüglich des Zusammenhanges zwischen Schutzimpfungen und Kindersterblichkeit zu unerwarteten und irritierenden Ergebnissen (Aaby 2000):
o sowohl die BCG-Impfung gegen Tuberkulose als auch die Masern-Impfung führten zu einer drastischen Reduktion der Kindersterblichkeit auf annähernd die Hälfte, ein Effekt, der weit über das Maß hinausgeht, das man durch ein eventuelles Verhindern Masern- oder Tuberkulose-bedingter Todesfälle erwarten könnte (dies umso mehr, als der BCG-Impfstoff in seiner Schutzwirkung gegen Tuberkulose mehr als fragwürdig ist, s. u.)
o die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung führten jedoch zu einem drastischen Anstieg der Kindersterblichkeit auf fast das doppelte verglichen mit ungeimpften Kindern und das obwohl die geimpften Kinder im Durchschnitt aus sozial besser gestellten Familien stammten und besser ernährt waren. Die häufigsten Todesursachen waren Malaria, Durchfall und andere Infektionskrankheiten.
Sowohl der Schutzeffekt der BCG- und Masern-Impfung, als auch der Effekt der DTP und Polio-Impfung scheinen also unspezifische Effekte auf das Immunsystem zu sein, unabhängig von einer eventuellen Schutzwirkung gegen die eigentliche "Zielerkrankung" der Impfung.
o Solche Effekte sind z.B. von der BCG-Impfung schon länger bekannt: So schützte die BCG-Impfung bei einer Untersuchung vor dem Entstehen allergischer Erkrankungen (Aaby 2000) und den unspezifisch stimulierenden Effekt auf das Immunsystem nutzt man therapeutisch beim Einsatz des BCG-Impfstoffes gegen bestimmte Krebserkrankungen - nur den Beweis einer Schutzwirkung gegen Tuberkulose blieb dieser Impfstoff bisher schuldig (dafür schützt er offensichtlich gegen Lepra (!) (Bailey 1980, Karonga Prevention Trial Group 1996))
o Der gegenteilige Effekt einer Erhöhung der Allergiebereitschaft wurde für die DTP-Polio-Impfung ebenfalls in Studien bereits beschrieben (Aaby 1995).
o Eine Rolle spielen könnte bei der Erklärung dieser Phänomene unter anderem die frühkindliche Prägung des zellulären Immunsystems, besonders einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen, der so genannten T-Lymphozyten. Diese erfahren in den ersten Lebensjahren offensichtlich eine "Programmierung" entweder in eine infektorientierte sogenannte TH1-Antwort oder alternativ in eine allergieassoziierte TH2-Antwort: für den BCG-Impfstoff konnte eine Stimulation der TH1-Reaktion genauso nachgewiesen werden (Marchant 1999) wie für das Aluminiumhydroxid (eines der Adjuvantien der DT-Impfung) die Stimulation der TH2-Reaktion (Lindblad 1997).
o Zwei von der WHO eigens zur Überprüfung dieser Studie nach Guinea-Bissau entsandte Experten kamen zu dem Ergebnis: "Wir haben sowohl die Ermittlung der Daten als auch die gesamte Methodik der Studie geprüft und dabei keinerlei Schwächen gefunden, die die Studie hätten entwerten können." (zit. nach Süddeutsche Zeitung vom 23.01.2001, S. V2/12).

Vorläufige Quintessenz

* Aus den wenigen Beispielen wird deutlich, dass die den heutigen Impfkonzepten gedanklich zugrunde liegende, einfache Gleichung

Impfung = Antikörper = Schutz = Langes Leben und Gesundheit

der Komplexität der zu betrachtenden Zusammenhänge nicht gerecht wird.

* Dies gilt offensichtlich zum einen bei der Betrachtung des Individuums, für das eine Schutzimpfung eben nicht nur den mehr oder weniger sicheren Schutz gegen einen bestimmten Erreger bedeutet, sondern immer auch Risiken in sich birgt, teilweise bekannte, teilweise wohl noch unbekannte:
o welche eventuell tiefgreifenden Auswirkungen zum Beispiel die oben angesprochene Einflussnahme von Impfungen auf die Prägung unseres Immunsystems insgesamt hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen
* Zum anderen gilt diese Skepsis aber wohl auch beim Betrachten größerer Bevölkerungsgruppen
o die epidemiologischen Auswirkungen der „Eradikationsprogramme“ (Masern, Kinderlähmung, Hepatitis B) sind noch völlig unklar – entsprechend grundlegende Überlegungen und Modellrechnungen zeigen hier aber große drohende Probleme auf (s. das Kapitel zur Masernimpfung)
o die oben aufgeführten Studien und Überlegungen zur HiB- und Pneumokokken-Impfung lassen Zweifel am epidemiologischen Nutzen selbst scheinbar hochwirksamer Impfungen aufkommen
o die Empfänglichkeit einer Population für eine bestimmte Erkrankung (zum Beispiel eitrige Hirnhautentzündung) scheint durch die bloße Elimination des hauptverantwortlichen Erregers (zum Beispiel HiB) nicht wirklich beeinflusst zu werden
o noch steht der Beweis aus, dass eine nach dem "state of the art" geimpfte Bevölkerungsgruppe im Vergleich zu einer nicht geimpften langfristig wirklich die gesündere und länger lebende ist
* Zusammenfassend scheint es, dass die auf einem cartesianisch-mechanistischen Menschen- und Medizinverständnis fußende Idee moderner Schutzimpfungen der Komplexität und Vernetztheit der Lebenszusammenhänge sowohl des Einzelnen als auch der von Bevölkerungsgruppen letztendlich nicht ausreichend gerecht wird.
* Surrogatparameter wie gemessene Antikörperspiegel oder nachgewiesene Erregerhäufigkeiten scheinen das letztendliche Ziel, die Zunahme der Gesundheit des Einzelnen und der Gesamtbevölkerung nur begrenzt widerzuspiegeln und taugen daher kaum zum Nachweis über Sinn oder Unsinn einer Schutzimpfung.
* Solange Untersuchungen fehlen, die wissenschaftlich fundiert, langfristig und umfassend Auswirkungen von Impfungen oder gar Impfprogrammen – seien sie gewünscht oder unerwünscht, plausibel oder nicht – auf den Einzelnen und die Gruppe erfassen, solange gilt für jegliches Impfen erst einmal die Befürchtung:

... denn sie wissen nicht, was sie tun..."

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LG - Aja mit Töchterchen *12/02

Lili
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 20:55

Da mein unbedacht gewähltes Beispiel der Alten von der Insel hier mehrfach angegriffen wurde, möchte ich hier doch noch mal etwas genauer darauf eingehen. Meine Intention war, klar zu machen, dass andere Faktoren, als das Impfen etc., nämlich vor allem Ernährung und Bewegung, für unsere Gesundheit ausschlaggebend sind. Dazu noch mal unten zitierter Text. Es handelt sich bei der genannten Insel (Okinawa) im übrigen nicht um eine Einsame. Natürlich leben wir hier unter anderen Bedingungen, aber um unseren Körper gegen Infekte u.ä. zu schützen und stark zu machen, halte ICH PERSÖNLICH andere Mittel als das Impfen für geeigneter. Es gibt zahlreiche Beispiele hierfür, Okinawa ist nur eines davon. Wer Interesse hat, kann sich auch z.B. mal über Rohkost und deren Wirkung auf die Gesundheit und Widerstandskraft unseres Körpers informieren.

Sendung vom 25.07.2004 (WDR)

Japan
Die Insel der 100jährigen

Als diese Beine laufen lernten, hatte gerade ein neues Jahrhundert begonnen. Ushi Okushima ist heute 102. Ihre Gäste kann sie immer noch glänzend unterhalten. Nur das Gehen macht ihr neuerdings Probleme, deshalb kommen die Nachbarn zu ihr. Sie lebt mit einer Tochter zusammen. Die beiden altern zwar, aber seltsam langsam. Frau Okushima hat seit Jahren keine Medikamente mehr gebraucht. Und ihrer Tochter sieht man die 76 auch nicht gerade an.
Ushi Okushima lebt in dem kleinen Dorf Ogimi. 3500 Einwohner, davon sind zwölf schon über 100. Unter den Langlebigen Okinawas sind die Menschen hier die Könige. Sie werden älter und älter – und verfügen dabei über wundersame Lebenskräfte.
Unter den Alten von Okinawa gibt es kaum Herz- und Kreislauferkrankungen. Die Krebsrate ist eine der niedrigsten der Welt. Ein Gesundheitsparadies also, für das Wissenschaftler sogar Erklärungen gefunden haben, zum Beispiel in den Kochtöpfen.
Frau Emiko Kinjo kennt die Zutaten für ein langes Leben. Eine heißt Goya und ist eine bitterschmeckende warzige Gurke, aber dafür vitaminreich und ein Klassiker auf Okinawa. Frau Kinjo führt ein kleines Restaurant in Ogimi. Sie sammelt traditionelle Rezepte. Auf der Speisekarte nur Langlebigkeits-Menüs. Viel dunkelgrünes Gemüse, wenig Fett, kaum Salz. Die Zutaten werden ausgewogen kombiniert, wie es die Alten seit Generationen vormachen. Das heißt zum Beispiel Tofu pur, und mal mit Kräutern, kleine Fische und Tintenfischwürfel, außerdem Meeresalgen. Reis, langgekochtes Schweinefleisch und Pilze sind noch in der in der Servierbox. Das ist nicht jedermanns Geschmack, dafür kalorienarm, und in Ogimi hat westliches Essen dagegen keine Chance. Das Essen holen sich viele noch selber aus dem Meer oder aus dem eigenen Garten. Die traditionelle Fischfangmethode mit Blick durch einen Eimer und auch mit 86 nach wie vor erfolgreich. Die Alten auf Okinawa erforscht Professor Makoto Suzuki seit 25 Jahren. Er erklärt die Langlebigkeit mit einer Vielzahl von Faktoren, das Essen vor allem und die körperliche Aktivität, aber auch Gelassenheit und Lebensfreude mit Tanz und Gesang bei jeder Gelegenheit zählt er dazu.
Doch während die Alten fröhlich älter werden, werden die jüngeren Generationen immer dicker. Zwei Autostunden entfernt: die Inselhauptstadt Naha. Die USA haben auf Okinawa 26000 Soldaten stationiert. Die haben die Esskultur der Jüngeren verändert. Die 20- bis 60jaherigen auf Okinawa sind mittlerweile die Dicksten in Japan, ihre Lebenserwartung nimmt rapide ab, vor allem Herzkrankheiten sind auf dem Vormarsch. Die Lage ist ernst. Die Behörden haben bereits reagiert. In mehren Schulen wurden die Speisepläne geändert. In den Mittagspausen kommen nur noch traditionelle Gerichte auf den Tisch, samt bitterer Goya-Gurke, Algensuppe und Salat. Außerdem steht nun Ernähungswissenschaften auf dem Stundenplan. Die Kinder sollen begreifen, warum dass Essen der Großeltern und Urgroßeltern für sie besser ist, auch wenn es nicht ganz so lecker schmeckt wie Hamburger und Pommes.
Zurück in Ogimi. Im Gemeindezentrum treffen sich die Alten und sind natürlich wieder in Bewegung: Diäten musste hier noch niemand machen. Und obwohl viele alleine leben, hat auch eine andere Zivilisationskrankheit hier wenig Chancen: Die Einsamkeit. Die Menschen helfen sich gegenseitig – und die Familien sind meist sehr gross. Ushi Okushima hat sechs Kinder alleine gross gezogen, ihr Mann starb im Zweiten Weltkrieg. In ganz Japan ist sie ein Symbol für die Lebenskräfte des Okinawa-Essens. Doch davon alleine, meint sie, sei sie wohl nicht so alt geworden. Es sei alles ja auch bestimmt durch den Himmel. In Ogimi stehen diese noch einige Feste an, allein fuenf 100. Geburtstage. Und Ushi Okushima wird 103. Doch noch viel mehr freut sie sich auf die Geburt ihres zweiten Ururenkels.

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Liebe Grüße!

*burkhalter
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:33

Tut mir leid aber bei manchen Beiträgen dreht sich mir einfach der Magen herum. Damit meine ich nicht Lili - sehr viel Öko halt.
Ajananda zittiert hier, wunderschön wissenschaftlich verpackt, aus den Werken des Kollegen Dr.Steffen Rabe. Allerdings vertritt werter Kollege durchaus eine Einzelmeinung, die im krassen Gegensatz zu den Empfehlungen der WHO und dem Robert-Koch-Institut stehen. Dr. Rabe ist als niedergelassener Kinderarzt in München tätig und hat dabei sicherlich den allumfassenden medizinischen Wissensstand (wohl besser als die WHO und das RKI zusammen). Seine ausgeprägte Präsenz im Netz würde ich, als "kleiner" Arzt, durchaus auch unter pekuniären Gesichtspunkten sehen. Mit dem Wörtchen Homöpathie läßt sich heutzutage auch sehr gut verdienen - die geneigte Patientenschaft, die ansonsten unter hohen Kassenbeiträgen stöhnt, ist jederzeit dazu bereit für schulmedizinkritische Behandlungsformen tief in die Tasche zu greifen. Man gebe diesen nun noch einen sanften, sowie wissenschaftlichen Anstrich. und schon erscheinen viele die sich von der allgemeinen Schulmedizin entäuscht fühlen in deiner Praxis.
Ich erhebe keinerlei Absolutheitsanspruch, wie es oben genannter Kollege in seiner Webpräsenz durchaus tut - ich bilde mir allerdings auch nicht ein, mein Wissensstand sei fundierter als der der WHO.
Burkhalter
ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:42

Burkhalter, Du würdest echt gut daran tun, die Websites, die Du angreifst, GENAU von vorne bis hinten zu lesen!

Und ob "die WHO" (die sich ja auch nur aus Einzelmeinungen zusammensetzt) die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat, mag ich mal bezweifeln - (auch nur ne dumme Einzelmeinung von mir ...) ist denn eine Einzelmeinung, welche von vielen geteilt wird, automatisch die absolute Wahrheit?

Kannst Du neunmalkluger Herr Dokter mir denn den ultimativen Beweis des Nutzen, Sinnes, der Wirksamkeit jeder einzelnen Impfung liefern? Oder kannst Du Dich dazu durchringen, ehrlich zuzugeben, dass Du in Wirklichkeit auch keine Ahnung von der Wirkung der Impfungen hast? (Bin offen für logisch nachvollziehbare, fundierte Studien Deinerseits, ansonsten basiert ja Deine Meinung auch nur auf Theorie ...)

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chris69
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:45

@ Burkhalter

Dieses Thema ist schon oft in diesem Forum wiedergekaut worden und du könntest dir die Zähne daran ausbeissen, echt. Ich habe es schon lange aufgegeben... Gegen Borniertheit gibt es eben keine Globuli, was will man machen...

Meine Kids sind alle 4 nach CH-Impfplan geimpft. Ohne irgendwelche Schäden oder Nebenwirkungen.

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*burkhalter
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:47

Ach was mir noch auffällt -
Ajananda (sprich Natalie) hast den www-Link zur Lemuria-Webseite ziemlich schnell aus Deinem Profil entfernt. Für den/die interessierte LeserIn hier nochmals der Link zu diesem Kleinod.
http://www.lemuria.de/
Burkhalter
ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:49

Sehr nett von Dir, Schätzchen! Ich bezweifle aber, dass sich hier interessierte Leser finden lassen ... wie weit bist Du denn in der Lektüre - oder belässt Du es bei Deinem dummen Urteil über angebliche Inhalte, die gar nicht zu finden sind?

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ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:52

Nochmal @Burkhalter: Hast Du auch eine eigene website, in der Du Deine Arbeit vorstellst?

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chris69
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:55

quote:
Original von ajananda
Sehr nett von Dir, Schätzchen! Ich bezweifle aber, dass sich hier interessierte Leser finden lassen ...

Du unterschätzt die Leser hier aber gewaltig... Ich fand die Site überaus aufschlussreich...

Chris

ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 21:56

Echt, haste alles gelesen?

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chris69
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:01

quote:
Original von ajananda
Echt, haste alles gelesen?

Schon bevor sie hier überhaupt je thematisiert wurde.

*Burkhalter
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:15

Ooops, keine eigene Webseite.
Bin auch nur ein kleiner Arzt der täglich zu seinen Patienten eilt und versucht ihnen zu helfen. Leider ist meine Arbeit auch nicht immer von Erfolg gekrönt - Menschen sterben leider, und manchmal kann man nur helfen indem man Leid mindert. Glaube allerdings nicht, daß Du Natalie die Arbeit auf einer Intensivstation auch nur im entferntesten beurteilen kannst. Ich denke, ich habe "leider" schon viel mehr Leid gesehen, als sich viele hier vorstellen können. Diesen Menschen hilft kein Humbuck - man muß ehrlich und offen mir ihnen umgehen und auch das Wörtchen Barmherzigkeit hat in unserer Zeit noch eine Relevanz. Wenn die Möglichkeit besteht Krankheit und Tod zu vermeiden, sollte man diese Chance allerdings auch nutzen - dies ist der Moment wo man kämpfen sollte.
Wie gesagt Absolutheitsanspruch liegt mir fern und ist mir sogar sehr suspekt.
Ich denke aber, daß ich wie auch meine Kollegnen immer nur den Patienten im Mittelpunkt sehen, und wir einfach nur versuchen mit ehrlicher Arbeit den Menschen zu helfen.
Klingt wie das Wort zum Sonntag - ist allerdings ehrlich gemeint.
Tara
Burkhalter
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:17

@Chris: Find' ich cool (egal, wie auch immer Du das alles finden magst, das ist ja Ansichtssache eines jeden)

@Burkhalter: Ich möchte das Hickhack jetzt sein lassen, das hilft keinem hier. Wir haben unterschiedliche Ansichten, was Impfen und alle anderen Themen des Lebens angeht, und das ist doch gut so und ganz normal.
Wer unsere Website ansehen mag - gerne, ich bin sehr stolz darauf, sehr stolz auf meinen Mann, der das alles in harter Arbeit aufgebaut hat - ohne grosse Unterstützung. Wir leben von dieser selbständigen Arbeit (und sowas soll meinem Mann erstmal einer nachmachen ...). Egal, was Ihr davon halten mögt - es gibt viele Menschen, die grossen Segen, Inspiration und Heilung dadurch empfangen haben. Das ist so schön für uns. Mein Herz hängt da voll und ganz drin, meine Liebe, und es tut mir weh, wenn es in den Schmutz gezogen wird von Menschen, die mit vorurteilsblinden Augen flüchtig drüberlesen oder von Menschen, die schlichtwegs andere Interessen und Lebens"focusses" haben. Mensch, das ist doch okay. Muss ja nicht alle ansprechen. Nur aren Eure Angriffe nicht sehr erwachsen.

Meine Reaktion darauf auch nicht. Deshalb: Hören wir auf damit, okay?

Jetzt noch eine ernstgemeinte, interessierte Frage an Burkhalter: Wie ich ja anfangs erwähnte, denke ich über die tetanus-Impfung nach. Nun hinterlässt ja eine durchstandene Erkrankung keine Immunität. wie kann denn da eine Impfung eine Immunität hinterlassen?

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Liane
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:21

Auch wenn man auf Intensivstation arbeitet, kann man auch das Impfen kritisch betrachten.

@Tara Burkahlter Du stellst Dich hier wie der Halbgott in Weiß dar. Schade! Wie lange bist Du denn schon auf Intensiv tätig und in welcher Position?

Jeder hat das Recht auf seine Meinung und seine Entscheidung. Er/Sie muss mit den Folgen, wenn es denn welche gibt, leben.

Viele Grüße von Liane mit 5 Jahre Intensiverfahrung und kein Ende in Sicht.

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Liebe Grüße
Liane (03/71) mit Sohn (05/02)

ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:24

Wir sitzen wohl grade gleichzeitig vorm Rechner.

Hey, Humbug ist unsere Arbeit sicherlich nicht - auch wenn sie für Dich nicht logisch nachvollziehbar ist bzw. Du Dich ja noch gar nicht damit befasst hast. Die Erfolge sprechen für die Wirksamkeit der Aluah-Trance-Massage. Und ehrlich sind wir immer zu den Leuten! "Unsere" Ärztin Dr. Sylke Neumann - derzeit arbeitet sie in einer Strafvollzugsanstalt - macht äusserst interessante Erfahrungen. Ich fänd's cool, wenn Ihr Euch mal unterhalten würdet ...

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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:33

Erkältung und Tetanus lassen sich nicht einfach so vergleichen. Beim Erreger des Wundstarrkrampf handelt es um ein Bakterium mit dem Namen Clostridium tetani (wenn man/frau so will ein naher Verwandter des Gasbrand-,des Milzbrand- und des Botulismuserregers- alles Clostridien) "Erkältungen" werden gemeinhin durch verschiendenste Viren ausgelöst, die in unzähligen Formen auftreten (kleine Mutationen - vollkommen anderes Virus). Auch ein Grund dafür dass man/frau trotz Grippeschutzimpfung an einem grippalen Infekt oder sogar an einer echten "Influenzagrippe" erkranken kann.
Nach Tetanusimpfung Immunität gegen Clostridium Tetani (nicht gegen die anderen genannten Clostridien) - Impfungen gegen einfache grippale Infekte sinnlos - Grippeimpfungen für gefährdete Personen sinnvoll, allerdings können nicht alle Grippeerreger abgedeckt werden (vielleicht allerdings die wichtigsten und gefährlichsten, die in einer Saison auftreten).
Alles klar
Burkhalter
ajananda
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:37

Hi Burkhalter,

nee, ist mir immer noch nicht klar. Dass mit der Grippeimpfung wusste ich und war auch nicht mein Thema. Ich wollte wissen, warum die Tetanus-Impfung Immunität hinterlässt, wo doch die durchstandene Tetanus-Krankheit keine hinterlässt - sprich keine Antikörper.

[Editiert durch ajananda am Montag, September 27, 2004 @ 22:40]

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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:43

Schade, dass solche Diskussionen immer persönlich werden hier. Ich finde das Thema ganz interessant, da ich selber gerade mit mir ringe, ob oder ob nicht.
Wäre schön, wenn es ohne gegenseitiges Anflaxen weitergehen könnte.

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Wenn aus Liebe Leben wird, erhält das Glück einen Namen.. . .


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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 22:56

Die Voraussetzungen für eine erfogreiche Impfung hängen von der Art des infizierenden Organismus ab. Bei extrazellulären Erregern stellen Antiikörper den wichtigsten Schutz des Wirts dar, zur Kontrolle von intrazellulären Organismen ist dagegen auch eine effektive Reaktion des CD8-T-Lymphozyten erforderlich. Eine ideale Impfung verleiht dem Wirt bereits an der Stelle Schutz, wo der Erreger in ihn eindringt. Da der Eintritt vieler Organismen über Schleimhäute erfolgt, ist die Stimulierung der Schleimhautimmunität ein wichtiges Ziel von Impfungen.
Bei manchen Mikroorganismen wid ein wiksamer Immunschutz nur dann erzielt, wenn zum Zeitpunkt der Infektion bereits Antikörper vorliegen. Beispielsweise sind die klinischen Auswirkungen von Tetanus und Diphterie ausschlieslich auf die extrem starken Exotoxine zurückzuführen. Zum Schutz vor diesen Krankheiten müssen Antiörper gegen die Exotoxine bereits vor der Infektion vorliegen.
etc
So, alles weiter Nachzulesen in z.B.
Immunologie
(Charles A. Janeway et al 5. Auflage 2002)

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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 23:08

noch was zum Tetanus

Generalized Tetanus in a Patient With a Diabetic Foot Infection

Chad A. Panning, Pharm.D., and Maryam Bayat, Pharm.D.

Pharmacotherapy 19(7):885-890, 1999. © 1999 Pharmacotherapy Publications
Abstract and Introduction
Abstract
Tetanus is a preventable disease that continues to affect people in the United States due to poor immunization practices in our health care system. A 57-year-old man with type 2 diabetes mellitus, hypertension, and end-stage renal disease with many hospital admissions came to the hospital emergency department because of a blackened great toe. He denied pain in the toe or knowledge of foot injury. The patient also complained of temporomandibular tenderness accompanied by inability to open his mouth completely. The man's problems progressed to generalized tetanus and required a long hospitalization. Clostridium tetani can flourish in the anaerobic environment of a diabetic foot infection. Practitioners should be aware of tetanus as a rare but potentially serious complication of diabetic foot infections.

Introduction
Generalized tetanus complicated a patient's diabetic foot infection and underscores the problem of poor immunization rates that affect our health care system.

Case Report
A 57-year-old Hispanic man was admitted because of a blackened right toe, which he noticed 2 days before coming to the emergency department. He reported no trauma to the foot. The erythematous, inflamed toe emitted a necrotic odor. It was not painful, but the patient stated his sense of touch was poor in his extremities. The patient complained of a persistent nonproductive cough, chills, and fever with two episodes of emesis the day before coming to the hospital. He denied hematemesis, coffee-ground emesis, diarrhea, or recent weight loss.

Type 2 diabetes mellitus, which now is associated with retinopathy, peripheral vascular disease, and nephropathy requiring hemodialysis for the previous 16 months, was diagnosed 10 years prior to admission. The patient was diagnosed with hypertension 4 years ago and an echocardiogram 2 years ago showed congestive heart failure with an ejection fraction of 30%. The patient was hospitalized twice recently for bacteremia acquired through a central line. He had a social history of distant tobacco use and severe alcohol abuse. Prescribed drugs were amlodipine 5 mg/day, a vitamin B complex with C and folic acid capsule every day, calcium carbonate 1680 mg before each meal, and insulin 70/30 8 U in the morning and 6 U in the evening. Despite several hospitalizations and routine clinic visits, the man's immunization history was unknown.

On admission his temperature was 37.1°C, blood pressure 134/64 mm Hg, pulse 80 beats/ minute, and respiratory rate 18 breaths/minute. The patient was not in acute distress and was alert and oriented to person, place, and time. He was not able to open his mouth completely and complained of temporomandibular tenderness. Pedal pulses were diminished, and the right great toe appeared blackened and necrotic. No other remarkable findings emerged on physical examination.

A radiograph of the patient's right foot showed gas in the toe tissue, and a punch biopsy revealed marginal tissue oxygenation. Laboratory results were significant for a total leukocyte count 15.6 x 10[3]/mm[3] and serum creatinine 7.15 mg/dl. Given increasing temporomandibular pain and lumbar muscle tension, acute tetanus infection secondary to the right great toe infection was suspected.

Tetanus immune globulin (TIG) was administered in three divided doses for a total of 3000 IU, away from the site of infection, and 0.5 ml of tetanus toxoid was given intramuscularly at different sites. Intravenous clindamycin 900 mg every 8 hours was started for empiric antibiotic treatment of the diabetic foot infection, suspected Clostridium tetani infection, and possible pneumonia.

On day 2 of hospitalization the patient underwent a right first ray resection without complications. Doxycycline 100 mg every 12 hours and levofloxacin 250 mg every 48 hours were added at the surgical infectious disease team's recommendation. Nine hours after the amputation, the patient progressed to trismus and respiratory compromise, with a respiratory rate of 40, requiring endotracheal intubation, which was difficult due to laryngeal edema. A lorazepam continuous infusion was initially titrated to 4 mg/hour for agitation and muscle spasms. A fentanyl continuous infusion was given for pain control. Pancuronium was started for breakthrough muscle spasms not controlled by lorazepam.

The wound culture from the right toe grew Proteus mirabilis, methicillin-susceptible Staphylococcus aureus, and Enterococcus sp. Clostridium tetani was not isolated from the wound. No organisms were isolated from blood. Tetanus immune globulin 3000 IU was administered on day 4. On day 5 the patient became febrile for the first time during the hospital admission, with a temperature of 39°C. The antibiotic regimen was changed to ampicillin-sulbactam 1.5 g every 6 hours for 14 days and levofloxacin 250 mg every 48 hours for 10 days. After this change the man defervesced and remained afebrile for 10 days.

Hypotension developed on day 7, requiring a dopamine continuous infusion that was titrated from 4 µg/kg/minute and continued for 13 days. The lorazepam infusion rate had been titrated to 15-20 mg/hour for the previous 6 days to maintain adequate sedation and muscle spasm control. Metabolic acidosis developed on day 12, and the anion gap increased to 30.

Blood chemistries after dialysis were sodium 142 mEq/L, potassium 5.6 mEq/L, chloride 93 mEq/L, blood urea nitrogen 91 mg/dl, lactate 1.5 mmol/L, and blood glucose 333 mg/dl. Blood glucose levels were followed by a sliding scale in addition to scheduled insulin. The patient's arterial blood gases were pH 7.27, partial pressure of carbon dioxide 42, oxygen saturation 89%, and bicarbonate 19 mEq/L. The patient was being mechanically ventilated, with a fraction of inspired oxygen of 40%. Calculated serum osmolality was 335 mOsm/kg H2O.

The patient's metabolic acidosis may have been due to polyethylene glycol and propylene glycol in parenteral lorazepam or to uremia. It gradually resolved after lorazepam was discontinued, and diazepam 10 mg was given intravenously every 6 hours instead. Dantrolene 25 mg every 6 hours was started to control muscle spasms. An emergency tracheostomy was made for ventilation on day 17 because the patient's trismus caused the endotracheal tube to be clamped between his teeth.

Nosocomial infections with multiple-drug resistant Pseudomonas aeruginosa pneumonia, Stenotrophomonas maltophilia pneumonia, and candidemia developed during the patient's hospital stay. After 53 days in the intensive care unit, he was successfully extubated, transferred to the internal medicine floor, and discharged from the hospital. The total cost of this preventable admission was $397,174, including nearly $70,000 in pharmacy charges.

Microbiology and Pathophysiology of Tetanus
Clostridium tetani is an obligate anaerobic rod that in young culture stains gram positive, but after 24 hours of incubation Gram's stain is negative. The organism is found commonly in soil samples around the world, especially in warmer climates. It is isolated from the intestinal tract of animals and from human excrement.[1] The mature C. tetani organism develops a terminal round spore creating a "tennis racket" appearance and producing tolerance to extremes of environmental conditions.

Two exotoxins, tetanospasmin and tetanolysin, are released by some strains of the organism while it is actively dividing. The incubation period of tetanus varies from 2 days to more than 3 weeks, with a shorter period associated with a more fulminant disease course. The role of tetanolysin is unknown. Tetanospasmin dissemi-nates from the infected site of entry, a diabetic foot ulcer in our patient, to neuromuscular junctions by intraaxonal transport in the central nervous system.[2] The organism remains localized in the anaerobic tissue environment. The 150-kD peptide tetanospasmin inhibits release of inhibitory neurotransmitters g-aminobutyric acid (GABA) and glycine.[2, 3] The resulting imbalance in the central nervous system predisposes the patient to reflex spasms.

The disease has four forms -- local, cephalic, neonatal, and, most common, generalized.[3-5] Generalized spasms can involve abdominal, diaphragmatic, and laryngeal muscles, causing apnea and necessitating endotracheal intubation. During these spasms patients do not lose consciousness, and sustained skeletal muscle contractions are extremely painful. Management requires analgesics titrated to achieve an effective level of pain control.

Tetanic contractions are powerful enough to cause fractures of the spine and long bones. Generalized tetanus can progress to a hyper-sympathetic state with hypertension, arrhythmias, tachycardia, pyrexia, and diaphoresis.[2-5] Occasionally, patients develop bradycardia and hypotension, which suggests that tetanospasmin may also affect the parasympathetic system.[3] Hypotension in our patient may have been caused by septicemia.

Diagnosis
Wounds are classified as clean or tetanus prone. The latter are more than 6 hours old; contaminated with dirt, feces, soil, or saliva; or involve tissue with poor vasculature.[6, 7] Diabetic foot infections are commonly polymicrobial and contain necrotic tissue, classifying them as tetanus prone. The diagnosis of tetanus cannot depend on wound cultures because cultures are positive for C. tetani in only 32-50% of cases.[6] The organism was not isolated in this patient. In addition, isolation of C. tetani is inconsequential in immune patients. Tetanus can occur in patients with gangrene, burns, decubitus ulcers, frostbite, dental infections, penetrating eye injuries, and umbilical stump infections.[6]

The initial symptoms of generalized tetanus tend to descend from the head to the skeletal muscles of the trunk and extremities. Our patient first experienced mandibular pain followed by lumbar muscle tension. Other symptoms are trismus or "lockjaw" caused by contraction of the masseter muscles; risus sardonicus, "a sneering grin...thought of old to resemble the effect of a Sardinian ranunculus, which on being chewed contorted the face of the eater"[3]; and nuchal rigidity. Identification of risus sardonicus is difficult and may require comparison with earlier photographs.

The average annual incidence of tetanus in the United States is 0.15 cases/1 million population.[8] Due to its rarity, the initial clinical symptoms may be missed and the diagnosis may not be made until a generalized tetanic spasm occurs. The clinical effects of tetanospasmin may persist for 4-6 weeks.[2-6] In our patient they lasted for nearly 8 weeks, but he recovered fully.

Management
Management of tetanus involves neutralizing wound and circulating toxin, eradicating the source of toxin, and treating related complications. Neutralizing Clostridium toxins may require administration of tetanus toxoid and TIG (Figure 1).[7, 9] Concomitant administration of TIG and tetanus diphtheria toxoids (Td) is recommended in the care of some wounds because tetanus toxoid alone does not provoke a sufficient, prompt immune response to remove the toxins.[5, 7] Tetanus immune globulin, used for passive tetanus immunization in patients with tetanus toxoid hypersensitivity, contains antibodies specific to tetanus toxin, expediting toxin removal. Both TIG and Td should be administered at separate sites due to the possibility of interference with active immunization. Of importance, TIG is limited by lack of penetration into the central nervous system and the need for intramuscular injection. The minimum effective dose of TIG has not been established; however, 500 IU appears to be as effective as 3000-5000 IU.[10] A second dose of TIG, which was given to our patient, has not been investigated but is probably not necessary since the average half-life is 21 days.

Figure 1. Summary guide to tetanus prophylaxis in routine wound management.7
Td = tetanus and diphtheria toxoids for adult use; TIG = human tetanus immune globulin.
aFor children < 7 years old, DTaP (diphtheria-tetanus-acellular pertussis) is preferred to tetanus toxoid alone.9 For persons 7 years old, Td is preferred to tetanus toxoid alone.

Injection of TIG around the site of Clostridium infection does not have significant benefit.[11]Intrathecal TIG injections were investigated as a potential method to neutralize toxin in the spinal cord, but results are conflicting,[12-15] and that route of administration is not recommended due to lack of an acceptable product in the United States. Human gamma globulin for intravenous infusion (IVIG) is another potential method of neutralizing tetanus toxin. Due to variability in antitetanus toxoid antibodies in each IVIG product,[16] TIG is expected to help remove the toxin more effectively.

With immunization histories being frequently unreliable or unavailable in emergency departments, "liberal use" of tetanus toxoid and tetanus immune globulin was recommended for patients with an incomplete or unknown immunization history.[17] Booster injections beyond treatment guidelines are potentially harmful. Patients with tetanus antitoxin titers greater than 5 U/ml are likely to have an adverse reaction to tetanus toxoid.[18]

Despite the resistant nature of C. tetani spores, in vitro activity occurs with penicillins, cephalosporins, macrolides, tetracyclines, imipenem, and metronidazole.[3, 5] A study comparing oral metronidazole with intramuscular penicillin reported a lower mortality rate, shorter hospitalization, and less progression of disease in patients receiving metronidazole.[19] Poor results with penicillin corresponded to its known GABA antagonistic effects as well as adverse effects caused by intramuscular injections. Effective eradication of the bacterium is not correlated with immediate improvement in symptoms because antibiotics do not affect preexisting tetanospasmin.

Antibiotic regimens should be patient specific. Empiric treatment in our patient was based on a suspected polymicrobial diabetic foot infection, suspected C. tetani infection, and possible community-acquired pneumonia including atypical organisms.

Standard supportive care of generalized tetanus in the past required neuromuscular blockade, mechanical ventilation, and GABA agonists.[2, 3, 5, 6] Routine care such as intramuscular injections and patient stimulation trigger spasms. Extra measures should be taken to avoid patient stimulation caused by the intensive care unit environment. Because of extended hospital stay, long-term mechanical ventilation, and several intravenous access sites, these patients are prone to nosocomial infections. Even with today's advanced level of care, during 1995-1997 the case fatality ratio of tetanus was 11%.[8]

Prevention
Active immunization with tetanus toxoid was first performed during World War II.[20] After the advent of tetanus toxoid, the frequency of tetanus declined. In 1947 there were 560 reported cases in the United States, compared with 48 in 1997. According to the Centers for Disease Control (CDC), patients aged 60 years and older continue to be at highest risk. Older women and men with military backgrounds are more likely to have adequate tetanus immunity than non-military persons.[8]

Prevention of tetanus must first involve successful primary vaccination series of children and adults (Tables 1 and 2). The second step involves patient screening for completion of a primary series of three injections. Even in adults a complete series is necessary to achieve protective antibody levels. Among the 122 nonneonatal cases presented to the CDC from 1995-1997, only 13% of patients were known to have completed a primary series of three vaccinations and 47% were vaccinated in the previous 10 years.[8] Lack of attention to immunization by health care providers was shown in a survey of family practices in North Carolina: only 3% of audited charts documented tetanus immunization in the previous 10 years.[21]

Despite numerous hospital admissions, the vaccination history of our patient was not docu-mented. This reveals the need for appropriate immunization in a diabetic patient being treated for a foot ulcer. Other patients with tetanus-prone wounds should be evaluated in this regard.

Public awareness of the importance of vaccination, although increasing, continues to be a problem. In 1991, 27% of persons aged 65 or older surveyed stated they received a tetanus vaccination during the previous 10 years. In 1995 this percentage increased to 36% of people surveyed.[8]

To increase vaccination rates and public awareness, the CDC's Advisory Committee on Immunization Practices recommends children aged 11-12 years and adults 50 years and older be automatically scheduled for a vaccination review.[8] Professional health care schools and residencies should place more emphasis on obtaining vaccination histories as part of patients' drug histories. Patients receiving an annual influenza vaccination should be asked about the need for tetanus and other immunizations.

The American Society of Health-System Pharmacists Foundation recently launched a nationwide adult vaccination initiative supporting the role of pharmacists as immunization advocates. Community, hospital, and ambulatory pharmacists are in an ideal position to make a substantial improvement in vaccination rates. For example, a hospital-based, pharmacist-managed vaccination program involving a simple chart reminder system improved pneumococcal immunization rates.[22] Similar programs including tetanus vaccination may be beneficial. Once vaccination is completed, documentation should be provided to the patient as well as recorded conspicuously in the patient's chart to prevent overvaccination.

Summary
Despite the availability of tetanus toxoid, tetanus continues to occur in the United States. Because it is preventable, it has been called the inexcusable disease. Preventing tetanus will avoid a potentially fatal disease and the enormous cost associated with extended intensive care unit stays. Pharmacists have the opportunity to help improve the structure and process of providing vaccinations. These improvements are important not only for vaccines available today, but for those in development.

Tables
Table 1. Routine Diphtheria, Tetanus, and Pertussisa Vaccination Schedule for Persons Aged 7 Years and Older7

Dose Age, Interval Product
Primary 1 First dose Td
Primary 2 4-8 wks after first doseb Td
Primary 3 6-12 mo after second doseb Td
Booster Every 10 yrs after last dose Td
Td = tetanus and diphtheria toxoids adsorbed for adult use. Each 0.5-ml dose contains 2-10 Lf U tetanus toxoid and 2 U or less of diphtheria toxoid.
aPertussis vaccine is not routinely recommended for persons 7 years of age or older; however, adolescents and adults with waning immunity may be recommended to receive booster doses of acelluar pertussis.
bProlonging the interval does not require restarting the series.

Table 2. Routine Diphtheria, Tetanus, and Pertussis Vaccination Schedule for Children Younger than 7 Years of Age7

Dose Customary Age Age, Intervala Productb
Primary 1 2 mo 6 wks DTaP
Primary 2 4 mo 4-8 wks after first dose DTaP
Primary 3 6 mo 4-8 wks after first dose DTaP
Primary 4 15 mo 6-12 mo after third dose DTaP
Booster 4-6 yrs, before entering kindergarten or
elementary school (not necessary if fourth
primary vaccinating dose administered
after fourth birthday)
DTaP
Additional boosters
Every 10 yrs after last dose Td
DTaP = diphtheria and tetanus toxoids and acellular pertussis vaccine.
aProlonging the interval does not require restarting the series.
bIf the child is 1 year of age or older at the time that primary dose 3 is due, a third dose 6-12 months after the second completes primary vaccination with whole-cell diphtheria and tetanus toxoids (DT). However, DTaP has replaced whole-cell DT and pertussis vaccine (DTP) as the preferred vaccine for all doses in the vaccination series. If DTaP is unavailable, DTP remains an acceptable alternative.9 Use DT if pertussis vaccine is contraindicated.

References

1. Popoff MR. Ecology of neurotoxigenic strains of clostridia. Curr Top Microbiol Immunol 1995;195:1-29.
2. Bleck TP. Pharmacology of tetanus. Clin Neuropharmacol 1986;9(2):103-20.
3. Bleck TP. Tetanus: pathophysiology, management, and prophylaxis. Dis Month 1991;37(9):545-603.
4. Groleau G. Tetanus. Emerg Med Clin North Am 1992;10(2): 351-60.
5. Ernst ME, Klepser ME, Fouts M, Marangos MN. Tetanus: pathophysiology and management. Ann Pharmacother 1997;31:1507-13.
6. Richardson JP, Knight AL. The management and prevention of tetanus. J Emerg Med 1993;11(6):737-42.
7. Centers for Disease Control. Diphtheria, tetanus, and pertussis: recommendations for vaccine use and other preventive measures: recommendations of the Immunization Practices Advisory Committee (ACIP). MMWR 1991; 40(RR-10):1-28.
8. Bardenheier B, Prevots DR, Khetsurianai N, Wharton M. Tetanus surveillance -- United States, 1995-1997. MMWR 1998;47(2):1-13.
9. Centers for Disease Control. Notice to readers recommended childhood immunization schedule -- United States, 1999. MMWR 1999;48(1):8-16.
10. Blake PA, Feldman RA, Buchanan TM, Brooks GF, Bennett JV. Serologic therapy of tetanus in the United States. JAMA 1976;235:42-4.
11. Kefer MP. Tetanus. Am J Emerg Med 1992;10(5):445-8.
12. Neequaye J, Nkrumah FK. Failure of intrathecal anti-tetanus serum to improve survival in neonatal tetanus. Arch Dis Child 1983;58:276-8.
13. Begue RE, Lindo-Soriano I. Failure of intrathecal tetanus antitoxin in the treatment of tetanus neonatorium. J Infect Dis 1991;164;419-20.
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20. Middlebrook JL, Brown JE. Immunodiagnosis and immunotherapy of tetanus and botulinum neurotoxins. Curr Top Microbiol Immunol 1995;195:89-122.
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22. Vondracek TG, Pham TP, Huycke MM. A hospital-based pharmacy intervention program for pneumococcal vaccination. Arch Intern Med 1998;158:1543-7.

Wahrscheinlich führt diese Impfdiskussion wirklich zu nichts. Hoffe allerdings einige über den Nutzen von Impfungen informiert zu haben.
Alles Gute
Burkhalter

Jolina
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Beitrag vom Montag, September 27, 2004 @ 23:45

Wenn Du das jetzt noch alles übersetzt ....

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Wenn aus Liebe Leben wird, erhält das Glück einen Namen.. . .


ajananda
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 09:36

Danke, Burkhalter, nur leider bleibt meine Frage unbeantwortet. Vielleicht weiss aber sonst jemand Bescheid?

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LG - Aja mit Töchterchen *12/02

charlet
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 13:03

Logische Erklährung wäre, dass man bei der einmaligen Impfung ja auch noch keine Immunität hat, somit also die Folgeimpfungen braucht bis der Körper genug Antikörper gebildet hat.
Macht man die Krankheit einmal durch, reicht die Bildung der Antikörper warscheinlich ebenso wenig. Bzw. müsste zum Aufbau von genügend Antikörpern eine Wiederholung der Krankheit oder so starker Ausbruch erfolgen, den man warscheinlich dann aber eher nicht überlebt.
Würde dann auch bedeuten, dass man die Krankheit immer wieder in bestimmten Abständen durchmachen müsste um immun zu bleiben. Die Antikörper werden offenbar vom Körper auch wieder abgebaut.
Interessiert mich aber auch, werde Ärzte und Pharmazeuten im Freundeskreis dazu mal befragen.

[Editiert durch charlet am Dienstag, September 28, 2004 @ 13:14]

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sonja32
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 13:18

@burkhalter: ich finde es gut dass hier ein arzt seine meinung zum thema vertritt. ich bin sehr gespalten was zb. die mmr impfung betrifft und weiss nicht ob ich impfen lassen soll. masern alleine würde ich sofort impfen aber ich sehe mumps/röteln nicht ein für meine tochter. da ich ein mensch bin der fast alles kritisch hinterfragt macht es ds nicht einfacher. zb. hab ich sehr gute erfahrungen mit hömöopathie bei meiner tochter gemacht, obwohl ich dieser wissenschaft immer noch kritisch gegenüber stehe. heute bekommt man über fast alles derart viel informationen-das verwirrt mich immer mehr

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Sonja mit Melina 03/03

Liane
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 13:22

Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) bei Kindern

Melanie Iris Zimmermann, Apothekerin

Was ist Tetanus?

Tetanus ist eine schwere Erkrankung des Nervensystems, die durch das Gift des Tetanus-Bakteriums (Clostridium tetani) hervorgerufen wird. Der Erreger ist weltweit praktisch überall vorhanden. Er befindet sich in Böden und gelangt über Wunden in den Körper. Bei infizierten Menschen erstarrt die Muskulatur des ganzen Körpers krampfartig. Im Verlauf der Erkrankung können die Patienten nicht mehr sprechen und die Atmung setzt aus. Weltweit sterben rund 50 Prozent der Erkrankten.



Tetanus (Wundstarrkrampf)

Annett Blättermann, Ärztin

Was ist Tetanus?

Unter Tetanus versteht man eine schwere akute Infektionskrankheit, die durch das Gift der Tetanusbakterien (Clostridium tetani) hervorgerufen werden und sich in einer krampfartigen Starre der Muskulatur äußert (Wundstarrkrampf). Diese beginnen im Gesicht und breiten sich in der Folge auf den ganzen Körper aus. In einem Drittel der Fälle endet diese Erkrankung tödlich. Aufgrund der konsequenten Durchimpfung der Bevölkerung ist die Erkrankung heutzutage sehr selten. Ist jemand dennoch nicht geimpft, so kann im Fall einer Verletzung der Ausbruch von Tetanus durch eine frühzeitige Kombinationsimpfung noch verhindert werden.

Wie entsteht Tetanus?

Der Tetanuserreger lebt im Erdreich und in Tierexkrementen. Die Infektion erfolgt durch Verletzungen der Haut, insbesondere durch im Gewebe verbliebene kleine Fremdkörper (z.B. Holzsplitter), aber auch bei ausgedehnten Wundflächen mit starker Verschmutzung, zerfetzten Wundrändern und schlecht durchbluteten Gewebearealen, wie nach Verkehrs- oder landwirtschaftlichen Unfällen. Das Gift dringt entlang der Nerven zum Gehirn vor, kann aber auch auf dem Blutweg ins Gehirn gelangen. Dort hemmt es bestimmte Bereiche des Gehirns, so daß es zu den typischen Krämpfen der Muskulatur kommt. Die Inkubationszeit dauert etwa vier bis 14 Tagen, selten auch länger.

Welche Symptome treten bei Tetanus auf?

Das häufigste Symptom ist die Mundsperre, d.h. die Zungen- und Kiefermuskeln verkrampfen. Die Krämpfe der Gesichtsmuskeln bewirken ein typisches Aussehen: ständiges Lächeln und hoch gezogene Augenbrauen. Weitere Beschwerden sind Halsschmerzen, Schmerzen beim Schlucken, Unruhe, Reizbarkeit, steifer Hals und Verkrampfung von Armen oder Beinen, Kopfschmerzen, Fieber, Frösteln und Krämpfe.

Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es zu Krämpfen der Rücken- und Bauchmuskeln. Auf Grund von Krämpfen der Blasen- und Darmmuskeln kommt es zu Verstopfung, und der Patient kann keinen Urin mehr lassen. Später kann der Betroffene nicht mehr sprechen oder schreien. Die Atmung setzt aus, und der Tod ist die Folge. Zwei bis drei Wochen nach Beginn der Erkrankung versterben 30 bis 90 Prozent der unbehandelten Patienten, insbesondere ältere Menschen.

Wie wird Tetanus diagnostiziert?

Treten als Folge einer Wundverletzung steife Muskeln oder Muskelkrämpfe auf, so ist die Diagnose Tetanus eindeutig. Die Tetanusbakterien können manchmal in der Wunde nachgewiesen werden.

Wie wird Tetanus therapiert?

Da es keine Therapie des bereits wirksamen Tetanustoxins gibt, beschränkt man sich hauptsächlich auf die Linderung der Symptome der Erkrankung.

Die Wunde wird sofort sorgfältig ausgeschnitten. Dies ist besonders bei tiefen Wunden wichtig. Hier kann Schmutz und totes Gewebe die Vermehrung des Tetanusbazillus fördern. Einige Antibiotika sind gegen den Erreger wirksam, stellen aber keinen Ersatz für ein gründliches Ausschneiden der Wunde dar.

Da die Gesichtsmuskulatur verkrampft, umfasst die Therapie die Offenhaltung der Atemwege. Der Erkrankte erhält über eine Nasensonde Sauerstoff, auch eine künstliche Beatmung an einer Beatmungsmaschine ist häufig nötig. Desweiteren kann ein Gegengift (tierisches oder menschliches Immunglobulin) gegeben werden. Dieses kann aber nur das Gift neutralisieren, das noch nicht im Gehirn angekommen ist. Die Muskelkrämpfe werden medikamentös behandelt.

Da die Erkrankung keine Immunität (d.h. die Person kann an der gleichen Infektion wieder erkranken) erzeugt, muss der Erkrankte eine vollständige Tetanusimmunisierung, d.h. -Impfung erhalten.

Wie können Sie Tetanus vorbeugen ?

Den besten Schutz erhalten Sie durch eine Impfung. Nach der Grundimpfung (insgesamt drei Impfungen im Säuglingsalter) muss eine Auffrischung nach jeweils zehn Jahren erfolgen. Sind Sie sich nicht sicher, wann die letzte Impfung war, dann kann Ihr Hausarzt einen Tetanusimpftiter im Blut bestimmen.

Zum Zeitpunkt der Verletzung ist die Gabe eines Toxoids nötig, wenn der Verletzte nicht mehr weiß, wann die letzte Impfung war. Die verletzte Person erzielt hiermit eine ausreichende Abwehr gegen den Tetanusbazillus, aber nur bei bereits erfolgter Grundimpfung.

Quellen
Robert Koch-Institut (www.rki.de)

Redaktion Dr. med. Katharina Larisch


Welche Impfungen gibt es?

Da der Impfplan von Babys und Kleinkinder sehr vollgepackt ist, versucht man möglichst viele Impfungen zu kombinieren um den kleinen Patienten die häufigen Piekse zu ersparen. Heute kann man die Impfstoffe gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ bund Hepatits B zusammen spritzen.

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) startet der Impfkalender im dritten Lebensmonat. Die Impftermine werden in der Regel bei der Vorsorgeuntersuchung U3 festgelegt.

Wurde die Impfung versäumt kann sie auch einzeln zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Die Impfung ist eine aktive Impfung. Aktiv deshalb, da der Körper nach der Impfung Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Bakteriengift bildet. Infiziert man sich später mit echten Tetanus-Erregern, wird ihr Gift von diesen Antikörpern abgefangen. Dadurch wird ein Ausbruch der Krankheit verhindert. Eine aktive Impfung bietet Schutz über einen längeren Zeitraum.

Für Ungeimpfte, die sich verletzt haben oder Kontakt zu tetanuskranken hatten, gibt es auch eine passive Impfung. Sie besteht aus fertigen Antikörpern, die aus menschlichem Blut gewonnen werden. Damit kann man den Ausbruch der Erkrankung verhindern oder zumindest abschwächen.

Verschieben Sie die Impfung in Absprache mit Ihrem Arzt, wenn Ihr Kind hohes Fieber hat oder schwer krank ist. Dann ist das Immunsystem mit der Abwehr anderer Krankheitserreger beschäftigt und bildet womöglich keine Abwehrstoffe gegen das Tetanusgift. Eine leichte Erkältung dagegen ist kein Hindernis für eine Impfung.

Wie wird geimpft?

Der Impfstoff wird in einen Muskel gespritzt (intramuskulär, i.m.). Entweder seitlich in den Po, in den Oberarm- oder in den Oberschenkelmuskel.

Nebenwirkungen der Impfung

Die heutigen Impfstoffe sind gut verträglich. Früher verwendete man den kompletten, aber abgetöteten Tetanus-Erreger, was häufig zu harmlosen, aber lästigen Impfreaktionen mit Fieber führte. Die neuen Impfungen sind spezielleTotimpfstoffe, weil der Impfstoff nur noch aus dem abgeschwächten Gift des Tetanus-Bakteriums besteht.

Die Nebenwirkungen hängen von der Kombination der Impfstoffe ab. Der Tetanus-Impfstoff alleine ruft manchmal an der Impfstelle eine Hautrötung, eine kleine Schwellung oder Verhärtung hervor, die meistens von alleine wieder verschwindet. Auch Allgemeinbeschwerden wie Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit sind möglich. Nur selten klagen Patienten über allergische Reaktionen und Magen-Darm-Beschwerden.

aktive Impfung Die Impfung ist eine aktive Impfung. Aktiv deshalb, da der Körper nach der Impfung Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Bakteriengift bildet. Infiziert man sich später mit echten Tetanus-Erregern, wird ihr Gift von diesen Antikörpern abgefangen. Dadurch wird ein Ausbruch der Krankheit verhindert. Eine aktive Impfung bietet Schutz über einen längeren Zeitraum.

Für Ungeimpfte, die sich verletzt haben oder Kontakt zu tetanuskranken hatten, gibt es auch eine passive Impfung. Sie besteht aus fertigen Antikörpern, die aus menschlichem Blut gewonnen werden. Damit kann man den Ausbruch der Erkrankung verhindern oder zumindest abschwächen.

[Editiert durch Liane am Dienstag, September 28, 2004 @ 13:30]

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Liane (03/71) mit Sohn (05/02)

ajananda
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 14:22

@charlet: Ja, das reime ich mir auch so zusammen. Ich finde es nur irritierend, dass man immer liest, dass eine durchstandene Erkrankung "keine Immunität" hinterlässt. Da steht nicht "Immunität für 10 Jahre" oder so.

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charlet
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 16:22

quote:
Original von ajananda
@charlet: Ja, das reime ich mir auch so zusammen. Ich finde es nur irritierend, dass man immer liest, dass eine durchstandene Erkrankung "keine Immunität" hinterlässt. Da steht nicht "Immunität für 10 Jahre" oder so.

Es heisst aber auch im Gegenzug, dass eine Impfung ebenfalls noch keinen Impfschutz hinterlässt, sondern erst die Grundimmunisierung. Das klingt dann schon danach, das der Körper quasi eine Art "Training" oder "mehrfache Stimmulierung" benötigt um ausreichend Antikörper zu bilden.

Aber das sind ja jetzt alles nur so Überlegungen eines Laien... interessant finde ich das jetzt auch und wie gesagt ich werde auch dranbleiben.

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Karin
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 21:36

Für die Statistik: Meine Kinder sind gegen Tetanus, Diphterie und Polio geimpft, sonst gegen nichts. WP hatten die Großen schon, superheftig (d. h. viele Pusteln) aber für keinen schlimm, abgesehen von der Langeweile wegen Quarantäne. Röteln hatten beide (nicht der Rede wert, es war weniger schlimm als ein normaler Schnupfen), Masern und Mumps hatte bis jetzt keins der Kinder, bin am Überlegen, ob ich die Großen dagegen nachimpfen lasse (sie sind jetzt 10 und 12).

Bin mir aber bis heute meiner Entscheidungen in diesem Bereich nicht ganz sicher - weder in der einen noch in der anderen Richtung. Ohne jetzt und hier darüber diskutieren zu wollen

Karin

spacegirl
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Beitrag vom Dienstag, September 28, 2004 @ 22:39

quote:
Original von ajananda
Danke, Burkhalter, nur leider bleibt meine Frage unbeantwortet. Vielleicht weiss aber sonst jemand Bescheid?

Zunächst auch von mir einen Dank an den Kollegen Burkhalter - Du sprichst mir in vielen Punkten aus der Seele. Habe übrigens auch mehr als 2 Jahre Medizinstudium hinter mir.

Und nun zur Frage (wieso die Impfumg Immunität hinterlassen soll, wenn das doch die Erkrankung nicht tut...). Puh, interessante und schwierige Fragestellung! Dazu muss man etwas ausholen:
Viele Bakterien verursachen Krankheiten, indem sie Proteine sezernieren, so genannte Toxine, welche die Funktion der Wirtszellen beeinträchtigen oder unmöglich machen. Um eine Wirkung hervorzurufen, muss ein Toxin spezifisch mit einem Molekül interagieren, das auf der Oberfläche der Zielzelle als Rezeptor dient. Bei vielen Toxinen befindet sich die rezeptorbindende Domäne in einer Polypeptidkette, während die toxischen Eigenschaften von einer zweiten Kette ausgehen. Gegen die rezeptorbindende Stelle des Toxinmoleküls gerichtete Antikörper können somit verhindern, dass das Toxin sich an die Zelle anlagert, uns so die Zelle vor einer Schädigung durch das Toxin bewahren (sog.Neutralisierende Antikörper).
Die meisten Toxine sind in nanomolekularen Konzentrationen aktiv. So kann z.B. ein einziges Molekül des Diphterietoxins eine Zelle abtöten.
Das Diphterie- und das Tetanustoxin gehören zu den bakteriellen Toxinen, bei denen sich die toxische und die rezeptorbindende Funktion des Moleküls auf zwei getrennten Ketten befinden.
Man kann daher eine Impfung mit modifizierten Toxinmolekülen vornehmen, bei denen die toxische Kette denaturiert wurde. Diese abgewandelten Toxine werden als Toxoide bezeichnet und haben keine toxische Wirkung mehr. Sie besitzen aber immer noch die Rezeptorbindungsstelle, so dass aufgrund einer Impfung neutralisierende Antikörper gebildet werden, die einen guten Schutz vor dem nativen Toxin bieten.
(Bis Dato Quelle: Charles A. Janeway/Paul Travers/Mark Walport/Mark Shlomchik:Immunologie 5. Auflage 2002)
Bei der Tetanuserkrankung hat der Körper (aufgrund des oben beschriebenen Mechanismus) keine Chance, solche neutralisierenden Antikörper zu bilden, da diese sozusagen ein "Kunstprodukt" sind. Allerdings stehen dem Immunsystem noch eine Vielzahl anderer komplexer Mechanismen der Erregerbekämpfung zur Verfügung als die klassische Antigen-Antikörperreaktion, die bei einer überlebten Tetanuserkrankung eine Rolle spielen könnten, hierbei jedoch keine "Gedächtnisfunktion" ausüben.

Gruß, Maude

NimueVerdandi
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Beitrag vom Mittwoch, September 29, 2004 @ 08:01

Auch nur Statistik:

Nimue ist Diphterie und Tetanus geimpft.
Dazu kommt dann noch Polio. Das wars.
Wir haben im Freundeskreis zwei Todesfälle nach MMR Impfung und ein schwer behindertes Kind nach DiKEWu. Das und die Tatsachen dass ich erleben durfte wie schwer, nahezu aussichtslos es ist einen Impfschaden anerkannt zu bekommen, hat mich sehr kritisch gemacht.
Nach Angaben von Selbsthilfegruppen, könnt ihr die Zahlen der Impfschäden mindestens verdoppeln, eher sogar verdreifachen. Das wäre in etwa real. Wer dann hinsieht stellt fest das die Komplikationen durchs Impfen meist genaus so hoch sind wie Komplikationen die durch das Durchmachen von Krankheiten entstehn.
Wenigstens das sollten Eltern wissen bevor sie sich wie auch immer entscheiden.

@ Burkhalter,
das Du ein Arzt bist, glaub ich im Leben nicht!
Und wenn Du einer wärst, wärst Du genau der Typ den ich meiden würde.

ajananda
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Beitrag vom Mittwoch, September 29, 2004 @ 11:09

@NimueVerdandi: Danke! Genau deshalb lasse ich nicht impfen!

Auch mal noch was für die Statistik: Unser Grosser (bald 17), komplett ungeimpft, hatte bisher einmal Schnupfen, sonst nichts. Er wurde 5 Jahre gestillt. Nach einem kleinen Fahrradunfall vor 2 Jahren wurde er passiv gegen Tetanus geimpft. Ihm ging es noch nie so dreckig wie nach dieser Impfung. Er war orientierungslos, fiel hin, ohne zu merken, dass er hinfiel, fand sich also plötzlich auf dem Boden wieder (wie gefährlich das ist, baruche ich sicher nicht weiter zu erläutern), er musste erbrechen, ihm war schwindelig usw.
Dass er noch nie krank war, sehen die Ärzte, zu denen wir nie gehen würden, selbstverständlich als reinen Zufall, und schon gar nicht hat es etwas mit guten Immunsystem, geschweige denn mit dem Stillen zu tun ...
Unsere Kleine (21 Mte), komplett ungeimpft, hatte bisher auch einmal Schnupfen, weiter nichts. Da sie allergiegefährdet ist, habe ich bei ihr nochmal mehr Angst vor Impfschäden.

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Claudia
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Beitrag vom Mittwoch, September 29, 2004 @ 11:27

Ebenfalls für die Statistik:

Daniel wurde bisher nach Empfehlung geimpft, MMR steht noch aus - wird aber ziemlich sicher gemacht, WiPo bin ich noch unschlüssig.

Eine Frage zu statistischen Daten: Gehen diese Vergleichszahlen Impfschaden-Fälle und Krankheitsfolgeschäden-Fälle von unseren Verhältnissen - also hohe Impfquote - aus? Wenn ich nämlich davon ausgehe, dass es bei einer Impfquote von sagen wir mal 80 oder 90 % (keine Ahnung, wie hoch sie wirklich ist) zu gleich vielen Fällen von Impfschäden wie Krankheitsfolgeschäden kommt (wobei aber auch ein Großteil der ungeimpften Kinder niemals erkrankt, weil eben die Durchimpfungsrate so hoch ist), dann erübrigt sich für mich die Risiko-Nutzen-Frage.

Sorry für Schachtelsatz, ich konnte es nicht besser formulieren .

--------------------
Liebe Grüsse

Claudia (*24.10.76) mit Daniel (*17.08.03)

ajananda
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Beitrag vom Mittwoch, September 29, 2004 @ 11:59

Nochmal ein Nachtrag für die Statistik :
Unser Grosser ist nicht nie krank geworden, weil alle anderen Kinder geimpft waren und er deshalb mit keinen Krankheiten in Kontakt kam! Er war im Kindergarten und in der Schule, zuhause bei Freunden etc. durchaus in Kontakt mit Masern-, Röteln-, Windpocken- etc. -Erkrankten, tausendmal mit Grippeerkrankten, grippalen Infekten und weiss der Geier was nicht sonst noch alles. Er kriegt ja nicht mal Grippe! Aber er hat eben ein Bombenimmunsystem. Und der Erfinder der Impfung sagte ja selbst sinngemäss: "Der Nährboden ist alles, der Erreger ist nichts." Moment mal, ich geh' den genauen Satz mal schnell suchen.

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Beitrag vom Mittwoch, September 29, 2004 @ 12:05

Aha, das war gar nicht der erfinder der Impfung, sonder Pasteur:

Viele Naturheilkundige setzen allein auf die Stärkung der körpereigenen Immunabwehr und lehnen Impfungen bis auf wenige Ausnahmen (Tetanus, Polio) grundsätzlich ab. Selbst die WHO hat eingeräumt, daß richtige Ernährung der beste Impfstoff gegen viele Infektionskrankheiten ist. Da wir stündlich Zehntausende von Keimen einatmen, müßten wir schon längst tot sein, besäßen nicht die meisten von uns auch ohne Nachhilfe von außen einen ausreichenden Schutz. Doch die moderne "wissenschaftliche" Medizin hat wenig Vertrauen in die Fähigkeit eines gesunden Körpermilieus, potentiell gefährlichen Erregern die Grundlage zu entziehen. Gegen Bakterien und Viren, die angeblichen Krankheitsverursacher, führt sie lieber einen nahezu aussichtslosen Kampf. Dabei hatte sogar ihr Glaubensbruder Louis Pasteur auf dem Sterbebett kleinlaut eingeräumt: "Der Nährboden ist alles, der Same (Bakterie) ist nichts."

Der Erfinder hat Folgendes gesagt:

"Ich weiß nicht, ob ich nicht einen furchtbaren Fehler gemacht habe", bekannte der "Erfinder" der Impfungen, der englische Landarzt Edward Jenner (1749 - 1823) sehr spät. Sein Sohn, an dem er die erste Pockenimpfung im Alter von zehn Monaten vornahm, war danach zeitlebens geistig behindert und starb schon mit 21. Anders als Jenner waren seine Nachfolger trotz gravierender Mißerfolge und unermeßlichen Leids für Tausende Geimpfter vom Glauben an die Richtigkeit ihres Handelns geradezu fanatisch überzeugt. Noch heute feiert man die "Ausrottung" der Pocken (laut Welt-Gesundheits-Organisation WHO seit 1977) als Triumph der modernen Medizin. Statistiken sollen beweisen, daß der Rückgang der Erkrankungsrate mit der Einführung der Impfung ursächlich zusammenhängt. Eine These, die auch in bezug auf andere "Seuchen" kaum seriös zu belegen ist. Denn ebenfalls mit den Mitteln der Statistik führen Impfgegner den Nachweis, daß Impfungen praktisch wirkungslos sind und darüber hinaus sogar Krankheitsausbrüche provozieren. Wegen der an Gehirnwäsche grenzenden "kulturellen Gleichschaltung" (so Cynthia Cournoyer) erfährt die Öffentlichkeit von den "kleinen" Katastrophen fast nichts. Auch in medizinischen Fachzeitschriften werden vom Impfdogma abweichende Positionen in der Regel ignoriert.

Selbstverständlich ist das alles "Humbug", aber mich persönlich überzeugt der mehr als alles, was dafür sprechen könnte.

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Beitrag vom Mittwoch, September 29, 2004 @ 12:39

Hallo zusammen,

ich war bislang ziemlich offen hinsichtlich des Impfens oder Nichtimpfens.

Aber ich muß ehrlich sagen, nachdem was ich in diesem Thread an Sinnigem und Unssinnigem gelesen habe, werde ich mein Kind wohl in jedem Fall nach Plan impfen lassen.

Die Argumente gegen das Impfen sind mir schlicht und ergreifend zu schlecht.

Dennoch interessant und aufschlußreich. Ich danke Euch für Eure Mühen und das Engagement.
Viele Grüße, Sabrine

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